Das wunder der Louise (1857/1922)

Monsieur Pommery hatte ein Vermögen im Wollhandel gemacht. 1856 beschloss er aufgrund seines fragilen Gesundheitszustandes, sich aus der Geschäftswelt zurückzuziehen und fortan ein geruhsames Leben zu führen. Der Sohn, Louis, war fast erwachsen. Das Paar hatte keine besonderen Zukunftspläne und richtete sich darauf ein, den wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Aber das Schicksal hatte andere Pläne … Madame Pommery, damals 38 Jahre alt, erwartete ein Kind. Diese wundersame Schwangerschaft – mehr als siebzehn Jahre nach der ersten – stellte das Leben der Familie auf den Kopf. Der Wunsch, die Zukunft seiner Tochter zu sichern, weckte in Monsieur Pommery den Traum, wieder aktiv zu werden. Leider durchlief der Wollhandel seinerzeit eine massive Krise. Der Champagnerhandel hingegen begann gerade erst seinen Aufschwung.

Im Warenbestand von Pommery befanden sich mit Datum 31. Dezember 1856 ausschließlich Grands Crus. Das Haus änderte seinen Namen, gewann neue Tatkraft und Talente hinzu. Henry Vasnier, 24, Verwaltungs- und Finanzdirektor sowie Adolphe Hubinet, 23, Vertriebsdirektor, stießen zum Team. Als Monsieur Pommery am 18. Februar 1958 verstarb, betrachtete Madame Pommery ihre Tochter Louise, die nicht einmal ein Jahr alt war, und nahm all ihre Kraft zusammen, um eine der schönsten Erfolgsgeschichten zu beginnen. Auch heute noch treiben Stolz, Leidenschaft und Emotion das Haus Pommery an, um das Wunder der Madame Pommery im Namen des hübschen Namens Louise immer zu wiederholen.

 
 

Eine frau von geist und mit herz

1857, als der Wollhandel eine Krise durchlief, orientierte sich Monsieur Pommery um. Er wendete sich dem Handel mit Champagner zu, um die Zukunft seiner Tochter zu sichern. Er starb ein Jahr später, im Februar 1858. Der Rest ist Geschichte: Seine junge Frau übernahm die Leitung des Champagnerhauses und führte es zu Ruhm und Erfolg.
Die schöne, zierliche und feinsinnige Louise Pommery heiratete 1875 den Compte und späteren Marquis Guy de Polignac. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahmen Louis und Louise Pommery 1890 die Leitung des Hauses, dessen Direktor Henry Vasnier blieb. Madame Pommery hatte einer fleißigen Ameise gleich die ersten 18 Hektar des Weingutes zusammengetragen. Louis Pommery und seine Schwester, die Marquise de Polignac, erwarben nach und nach weitere 282 Hektar.

 
 

Eine besondere cuvée, inspiriert von einer grossen persönlichkeit der Champagne

Die 1979 kreierte Cuvée Louise ist ein Champagner höchster Reinheit. Die angesehenste Cuvée des Hauses wird, getreu den Anforderungen von Madame Pommery, auf den besten Parzellen angebaut, die eigens nur für sie bestimmt sind. Getreu der Tradition des Pommery Nature 1874, weist auch diese Prestige-Cuvée einen sehr geringen Zuckergehalt auf. Hinter der scheinbaren Einfachheit verbergen sich einzigartige Prozeduren. Diese werden streng befolgt, um die Cuvée Louise zur Quintessenz des Hauses zu machen, die auf reinste Art den Stil Pommery verkörpert.

 
 

Ich, Madame Pommery…

„Ich habe beschlossen, die Geschäfte meines Mannes fortzuführen und seinen Platz einzunehmen…“ Nach dieser Äußerung im Jahr 1858 machte sich die junge Witwe auf, die nationalen und internationalen Märkte zu erobern. Furchtlos rüttelte sie an den Regeln der Unternehmensführung. Als Wegbereiterin legte sie die Grundlagen für den Siegeszug eines Luxusprodukts: Stil, Markenname, Kommunikation und Public Relations der Domaine. Sie erfand das Markenimage Pommery. Sie nutzte ihr Vermögen „auf noble Art“: Als Geschäftsfrau, aber auch als Frau mit Herz, rief sie die erste „Rentenkasse“ und eine „Sozialversicherung“ für ihr Personal ins Leben. Die Stadt Reims verdankt ihr außerdem ein Waisenhaus und eine Kasse für Mutterschaftshilfe. Damit begründete sie die Ethikcharta des Unternehmens.

Sie unterstützte Künstler, allen voran diejenigen ihrer Heimatstadt.
Sie vermachte dem Museum von Reims ihre 600 Teile umfassende Fayencerie-Sammlung und schenkte dem französischen Staat die „Ährenleserinnen“ von Millet. In der Überzeugung „alles, was man mit Arbeit erreichen kann, ist gut“ übernahm sie mit ihrem Unternehmen die Aufgaben eines Mäzens lange, bevor man schon etwas von Sponsoring gehört hatte. Persönliches Engagement, das ein gewisses Risiko in Kauf nimmt – das war zu jener Zeit ungewöhnlich. Diese mutige Geschäftsvision stützte sich auf eine kompromisslose Ethik, der das Unternehmen bis heute folgt.

 

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